Anlagenbau

Der nationale und internationale Anlagenbau birgt grundsätzlich die gleichen Herausforderungen wie andere Hoch- und Tiefbauprojekte. Die hohen Kosten der Anlagen, das äußerst komplexe Schnittstellenmanagement und die oftmals sehr langen Projektlaufzeiten stellen die Projektbeteiligten im Anlagenbau jedoch regelmäßig vor besondere Herausforderungen.

Ein effizientes Risk- und Claimmanagement ist daher von besonderer Bedeutung und erstreckt sich über den gesamten Planungs- und Herstellungsprozess. Es bindet sowohl die Engineering-Phase als auch die Procurement- und Construction-Prozesse ein.

 Claimmanagement in Anlagenbau

Das Contractmanagement ist die Basis für den Aufbau bzw. die Abwehr von außervertraglichen Forderungen. Von hoher Bedeutung ist dabei das Vermeiden bzw. Erkennen von Widersprüchen und eine Vertragsanalyse mit der Bewertung von Chancen und Risiken.

Um Projekte mit mehreren tausend Einzelvorgängen, welche untereinander hochgradig verknüpft sind, beherrschen zu können, werden Terminplaner mit besonderen Kenntnissen in der Erstellung von Planungs- und Bauablaufplänen benötigt. Die Fähigkeit, Prozesse in hoher Tiefe zu durchdringen, die einzelnen Vorgänge untereinander – auch mehrfach – zu verknüpfen und dies dann in einem Terminplan zu visualisieren, ist eine der Kernkompetenzen von LHR. Zutreffend verknüpfte Terminpläne erlauben einen realistischen Forecast und ermöglichen damit eine Risikoabschätzung im Hinblick auf den Fertigstellungstermin. Insbesondere können Störungssachverhalte in solche vernetzten Terminpläne eingearbeitet werden und somit deren zeitliche Auswirkungen bewertet werden.

Mit dem von Prof. Dr.-Ing. A. Lang entwickelten mehrstufigen Prüf- und Nachweisverfahren zur Bewertung von gestörten Bau- und Montageabläufen lassen sich Störungssachverhalte mit hoher Rechtssicherheit bewerten. Das ursprünglich für deutsche Bauvorhaben entwickelte Verfahren hat sich auch in der Anwendung bei internationalen  Schiedsgerichtverfahren bewährt.