Schnelleinsatzgruppe Insolvenz

Auch in Zeiten guter Auslastung ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Bauunternehmen oder auch ein Bauherr Insolvenz anmelden muss. Die Insolvenzquote im Baugewerbe liegt bei ca. 1 % und war im letzten Jahr leicht ansteigend. Sie umfasst Investoren, Bauträger, Generalunternehmer, Nachunternehmer sowie Architekten und planende Ingenieure.

Mit einer Eröffnung eines Insolvenzverfahrens tritt an die Stelle des Vertragspartners der Insolvenzverwalter, zu dessen Aufgabe nunmehr die Verwertung des Vermögens und die quotale Befriedigung der Forderungen der Gläubiger gehört.

Es ist also nicht zwingend, dass bestehende Verträge umgehend beendet werden müssen. Je nach dem Abwicklungsstand der Baumaßnahe kann der Insolvenzverwalter entscheiden, ob er mit Mitteln der Insolvenzmasse der Vertrag zu erfüllen gedenkt, um so die Erlöse der Insolvenzmasse zuzuführen oder eine Erfüllung ablehnen will.

Genau an dieser Stelle beginnt unsere Schnelleinsatzgruppe Insolvenz ihre Leistung zu erbringen.

  • Feststellung des Bautenstandes

Aus Gründen der späteren Beweissicherung sollte eine solche Aufgabe nur öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen übertragen werden. Nach der Beurteilung, welche Leistungen erbracht worden sind und welche Arbeiten noch abgeschlossen werden müssten, erfolgt durch uns eine erste Wertermittlung des noch nicht fertiggestellten Bauwerks und damit eine Bewertung des Leistungsstandes.

  • Unterlagensicherung

Um einen völligen Forderungsausfall zu verhindern, ist die Prüffähigkeit der Unterlagen zu den bereits erbrachten Leistungen sicherzustellen. Daher stellen wir auf den Baustellen und bei den Bauleitern sämtliche hierfür notwendige Unterlagen sicher.

  • Aufmaß

Für jede Abrechnung wird ein prüffähiges Aufmaß gefordert werden. Es wird daher ein gemeinsames Aufmaß vorzunehmen sein. Dieses sollte wiederum aus Gründen der Beweislage mit Unterstützung eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen erfolgen. Hierfür stehen unsere baustellenerfahrenen Teammitglieder zur Verfügung, die auch schon die eine oder andere Kündigungsabrechnung vorgenommen haben.

  • Nachträge

Oftmals bestehen bis zum Vertragsende unterschiedliche Auffassung zum Grunde und der Höhe bei geänderten und zusätzlichen Leistungen. Hier sichert eine von uns verfasste fundierte Begründung zur Abrechenbarkeit dieser erbrachten Arbeiten den Erfolg.

  • Prüfung von Forderungen

Nicht selten nutzen Nachunternehmer die Abrechnung ihrer erbrachten Leistungen, um zu erwartende Nachteile aus der nicht Fortführung der Bauarbeiten zu kompensieren. Unser Team wird demzufolge auf eine besonders akribische Rechnungsprüfung abstellen.

  • Aufbau eigener Forderungen

Aus dem gemeinsamen Aufmaß, den bisherigen Abschlagsrechnungen, den Nachträgen und den möglicherweise nach der Insolvenz erbrachten Leistungen ist eine Schlussrechnung oder eine abschließende Forderung aufzubauen und zu begründen.

  • Mängel

Die Beurteilung von Mängeln und deren Beseitigung ist das Tagesgeschäft der Bauabwicklung. Für den Fall, dass spezielle Sachverständige erforderlich sein sollten, stehen erprobte Kooperationspartner zur Verfügung. Wenn aber die Mängel und deren Beseitigung monetäre zu bewerten sind, sind dies wiederum bauwirtschaftliche Aufgaben, die unser Team ebenfalls bewältigen wird.